Nähen · Tiere/Figuren · Was sonst noch aus dem Nähzimmer kommt

Nähanleitung für einen Weihnachtswichtel

Schnell gemacht und gar nicht schwer nachzuarbeiten sind diese Weihnachtswichtel.

Ihr benötigt dazu:

  • ein Marmeladenglas
  • etwas Ringeljersey
  • Langhaarplüsch
  • eine halbe Holzkugel (Holzhalbkugel)
  • transparentes, doppelseitiges Klebeband (z.B. Stylefix)
  • Klebstoff oder Heißkleber
  • und das übliche Nähzubehör wie Nähmaschine oder Overlock, Nähgarn, Schere, Bügeleisen …

Meine Gläser sind von >>>hier<<<. Bei dieser Größe der Gläser habe ich eine Holzhalbkugel mit 20 mm Durchmesser benutzt. Ihr müsst ein bisschen gucken und abschätzen, welche Größe bei eurem Glas passend ist.

Als Mütze und für den Bart habe ich dieses Schnittmuster verwendet: >>> Glaswichtel<<<. Ihr müsst euer Glas messen und den Schnitt entsprechend anpassen.

Wenn ihr selbstgemachte Marmelade in eurem Glas verschenken wollt, solltet ihr zuerst die Marmelade zubereiten und in das Glas einfüllen. Das Glas bleibt die ganze Zeit verschlossen und wird beim Bekleben NICHT geöffnet. Der Wichtel soll ja nicht gleich bekleckert und klebrig verschenkt werden. 😉

Jetzt geht es aber los:
Ich möchte ziemlich viele Wichtel verschenken, deshalb habe ich zunächst einen Jerseystreifen in der entsprechenden Höhe zugeschnitten und oben und unten mit einer Covernaht versäubert. So kann ich besonders sparsam zuschneiden.

Dann das Schnittmuster auflegen oder einzeichnen und entsprechend zuschneiden.

Den Zuschnitt der Länge nach in der Mitte rechts auf rechts falten und die Kante absteppen.

Die Mütze wenden.

Nun den Bart auf die Rückseite des Langhaarplüsches zeichnen.

Beim Ausschneiden darauf achten, dass nur das Trägermaterial geschnitten wird und nicht die langen Haare.

Klebt etwas doppelseitiges Klebeband auf die Rückseite des Bartes.

Der Bart wird unterhalb des Schraubgewindes angeklebt. Falls ihr Marmelade in den Gläsern habt, wird der Bart unterhalb des Deckels angeklebt und das Glas bleibt verschlossen!

Klebt einen Streifen doppelseitiges Klebeband an die Kante des Deckels.

Löst die Schutzfolie vom Klebeband und stülpt die Mütze über das Glas. Die Naht der Mütze sollte dabei zur Rückseite zeigen.

Die Mitte des Bartes ermitteln und in diesem Bereich die Mütze mit einer Stecknadel etwas nach oben stecken.

Klebt an dieser Stelle die Holzhalbkugel auf dem Langhaarplüsch mit Klebstoff oder Heißkleber fest.

Wenn der Klebstoff getrocknet ist, kann die Stecknadel entfernt werden.

Die Mütze darf und soll auf der Nase etwas faltig sitzen.

Fertig! Viel Spaß und Erfolg beim Nacharbeiten.

Meine Wichtel sehen so aus:

Einige sind mit selbstgemachter Glühweinmarmelade gefüllt.

Renate

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Nähen · Taschen

Reisetasche mit Nähfrust statt Nählust

Auf einem Stoffmarkt habe ich mir ein Schnittmuster für eine Reisetasche gegönnt. Das Geld hätte ich besser in irgendetwas anderes investiert, denn ein paar Sachen gehen bei Schnittmustern – meiner  Meinung nach – gar nicht.

  1. Es fehlten auf dem Schnittmuster von außen sichtbar die Mengenangaben für Stoff und welche Zutaten sonst noch gebraucht werden. Innen waren sie aber fein säuberlich aufgeschrieben. Das hätte man gut und gerne auch auf die Rückseite der Packung drucken können.
  2. Die Anleitung war nicht übersichtlich gegliedert. Text und Bilder waren im Fließtext zusammengefügt. Bilder waren mal rechts, mal links, dazwischen der Text mit verschiedenen Arbeitsschritten, die nicht immer zum Bild passten. All das machte die Anleitung zusätzlich unübersichtlich.
  3. Außen am Schnittmuster wurde mit einer Anzahl von ca. 30 Bilder in der Anleitung geworben. Die Bilder in der Anleitung waren aber nicht sehr hilfreich, da man darauf kaum etwas erkennen konnte.
  4. Die Autorin war sich nicht sicher, ob sie mit Meter- oder Zentimeterangaben arbeiten wollte. Beide Maßeinheiten wurden ständig wechselnd gebraucht. So lautete irgendwann auch eine Angabe: „Ein Viereck mit Maßen 0,11 x 0,18 cm zuschneiden.“
  5. Es gab in der Anleitung häufiger die Aussage: „Nähen Sie nun diese und jenes zusammen. Zuvor müssen Sie aber noch…“ Nun ja, ich hangle mich gerne Schritt für Schritt durch die Anleitung und wenn da steht, nähen Sie zusammen, dann mache ich das und lese im Anschluss weiter. Wenn dann dort steht „Zuvor müssen Sie aber noch…“, kommt diese Aussage bei mir zu spät!

Irgendwann habe ich die Anleitung genervt an die Seite gelegt und nach eigenem Dafürhalten weitergemacht. So ist dann auch noch etwas Vorzeigbares entstanden.

Da die dunkle Jahreszeit vor der Tür steht, habe ich reichlich Reflektorpaspelband bei dieser Tasche verarbeitet (mittig).

 

Renate

Nähen · Was sonst noch aus dem Nähzimmer kommt

Halstücher Teil 2

Was soll ich sagen, die Tücher sind so schnell genäht und es gibt ja sooo viele schöne Stoffe, da kann die Auswahl schon Mal schwer fallen. Also habe ich alle Stoffe gekauft, die mir gefallen haben.

Anstatt eingenähtem Karabiner kann man auch zwei Ösen anbringen und einen losen Karabinerhaken als Verschluss nutzen. Diese Haken gibt es in unterschiedlichen Farben und Formen. Deshalb musste ich den pinken Herzkarabiner einfach haben. 😀

Ich kann mir gut vorstellen, dass der Eine oder Andere ein solches Tuch unter dem Tannenbaum findet. 😉

Renate

Nähen · Was sonst noch aus dem Nähzimmer kommt

Anleitung Halstuch

Gestern wurde ich gefragt, wie der Karabiner in das Halstuch genäht wurde. Alles ohne Bilder zu erklären ist schwierig, deshalb bekommt ihr heute von mir eine skizzenhafte Anleitung zum Nähen eines Halstuchs.

Ihr braucht drei Stücke Stoff in der unten angegebenen Größe (Stoffbreite 140 cm)

Den ersten Stoffstreifen wie abgebildet rechts auf rechts auf das Quadrat legen. Nun den Streifen unten von links nach rechts an den quadratischen Stoff annähen. 0,5 cm vor Ende des Quadrates endet eure Naht. Den angenähten Streifen nach unten klappen und bügeln.

Den zweiten Streifen rechts von oben nach unten an das Quadrat annähen. Auch hier endet die Naht 0,5 cm vor dem Ende des Stoffquadrates. Den Streifen nach rechts klappen und ebenfalls bügeln.

Nun den Stoff diagonal rechts auf rechts falten, dabei liegen die angenähten Stoffstreifen wie abgebildet übereinander. Mit einem Lineal die Falz auf die Stoffstreifen verlängern und einzeichnen.

Die Stoffstreifen so kürzen, dass eine Nahtzugabe vorhanden ist. An der Markierung mit dem roten Pfeil kann nun ein Karabiner eingearbeitet werden. Dazu kann aus den eben abgeschnittenen Resten der Stoffstreifen eine Schlaufe gefertigt werden. Der Karabiner liegt zwischen den beiden Stoffen und zeigt nach unten.

Rundherum wie eingezeichnet absteppen. ACHTUNG: Wendeöffnung nicht vergessen!

Das Tuch wenden, bügeln und die Wendeöffnung schließen. Gegenüber des Karabiners eine Öse anbringen (siehe Pfeil).

Und schon ist das Halstuch fertig.

Viel Spaß und Erfolg beim Nacharbeiten.

Renate

Kissen · Nähen

Angelfreund und Einhornfan

Der Erfolg beim Angeln soll – so habe ich mir sagen lassen – unter anderem in der Geduld und Ruhe liegen.
Okay, damit ist Angeln eindeutig nicht mein Hobby!
Für die größere Bequemlichkeit jenes Angelfreundes, der gerne geduldig am Wasser sitzt und die Ruhe genießt, habe ich ein passendes Kissen genäht.

Außerdem hat jener Angelfreund mir verraten, dass Angler die Frage: „Beißen sie?“ absolut und überhaupt NICHT mögen. 😉

Außerdem hat die liebe Carolin (ihr kennt sie von den Gastbeiträgen) ein Kissen bekommen. Sie ist dem Einhorntrend vollkommen verfallen und so dachte ich mir, dass die Schrift genau das Richtige für sie ist.

Sie hat sich sehr gefreut und will das Kissen sogar mit auf Klassenfahrt nehmen. Was für eine Ehre. 😀

Renate